True-Schnabelwale zum ersten Mal gefilmt

Im Nordatlantik sowie in den Gewässern zwischen Afrika und Australien anzutreffen, werden True-Zweizahnwale hauptsächlich von spezialisierten Forschern rund um die Azoren und die Kanarischen Inseln untersucht, wo die Chancen, sie zu sehen, besser sind. Trotz dieser Tatsache waren bisher die Hauptstudienobjekte gestrandete Wale. Die wissenschaftliche Seite PeerJ hat kürzlich erzielte wissenschaftliche Fortschritte über diese Art hervorgehoben. Ein Video sowie ein Foto eines jungen Wales wurden veröffentlicht, und zum ersten Mal wurde ein Exemplar mit einem bisher nie beobachteten Muster und einer Farbe entdeckt.

Dank dieser neuen Daten weiß man ein wenig mehr über diese erstaunliche Art. Auf den ersten Blick sieht der True-Zweizahnwal (Mesoplodon mirus) einem Delfin ähnlich, aber in Wirklichkeit ist er viel größer und kann bis zu 5 Meter lang werden. Ein echtes Mysterium für Wissenschaftler, gehört er zu den am wenigsten bekannten Säugetieren der Welt. Sehr diskret und scheu verbringt er 92 % seiner Zeit unter Wasser und kann für 2 Stunden in Tiefen von bis zu 3000 Metern abtauchen, um sich zu ernähren. Und wenn er die Oberfläche erreicht, gibt es keine großen Sprünge oder Akrobatik von diesem Meeressäuger, was ihn noch schwerer zu entdecken macht. Man kann die Bedeutung dieser Bilder und neuer Entdeckungen durch die Wissenschaftler verstehen.

Diesen neuen Muster und die Farbe des Tieres mit einer bestimmten Art zu verbinden, seine Beobachtung und das Sammeln neuer Daten zu erleichtern: Das ist die Mission dieser Forscher, die das Ziel haben, die Anzahl der in den atlantischen Gewässern vorhandenen Individuen, ihre genaue Verteilung sowie ihren Fortpflanzungszyklus zu quantifizieren, unverzichtbare Elemente für ihren Schutz.

Margot Harty

Source : True-Zweizahnwal (Mesoplodon mirus) in Makaronesien. PeerJ, 2017 DOI: 10.7717/peerj.3059

Titelbild: ©Roland Edler (Zoo Duisburg) DOI: 10.7717/peerj.3059/fig-4

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