Das Ifremer-Forschungsinstitut hat gerade « Spione der Tiefsee » ins Leben gerufen, ein Bürgerwissenschaftsprojekt, das es jedem ermöglicht, an Forschungen über Meeresböden teilzunehmen. Da das menschliche Auge effektiver ist als eine Maschine und es zu wenig Forscher gibt, um alle Bilder zu analysieren, können Internetnutzer eine große Hilfe sein. Man muss kein Experte für abgründische Fauna sein, ein gutes Auge reicht völlig aus!
Das Prinzip ist einfach:
– Die „Spieler“ haben Zugang zu Tausenden von Bildern, die von Meeresboden-Beobachtungsstationen auf den pazifischen und atlantischen Rücken gesammelt wurden.
– Sie sollen dann in diesen Bildern die verschiedenen Arten identifizieren und wiederfinden, die in der Nähe von hydrothermalen Quellen leben. Bilder dieser Arten stehen zur Verfügung, um beim Erkennen zu helfen.
– Der Internetnutzer klickt auf jedes Exemplar, das er identifiziert, kann Anmerkungen hinzufügen und speichert alles, wenn er fertig ist.

Ziel dieses Spiels ist es, die schnelle Analyse von Tausenden von Bildern zu ermöglichen und den Forschern so zu helfen, das hydrothermale Tierleben besser zu verstehen und kennenzulernen. Über 5000 Stunden Video wurden von den beiden Observatorien in den letzten 7 Jahren gesammelt. Es ist daher sehr kompliziert, alle zu analysieren. « Diese Teilnahme wird es uns ermöglichen, das Verhalten und die Verbreitung gewisser endemischer Arten besser zu verstehen und so die spezifischen Lebensräume zu bestimmen, die mit jeder von ihnen verbunden sind », erklärt Marjolaine Matabos, Leiterin des Bürgerwissenschaftsprojekts “Spione der Tiefsee” und Forscherin am Labor für Tiefenökologie des Ifremer-Zentrums Bretagne. « Solche Beobachtungen haben uns bereits ermöglicht zu entdecken, dass Meereswürmer, die in 2000 Metern Tiefe leben, in Verbindung mit den Gezeitenrhythmen ihre Röhren verlassen und wieder betreten! ».

Ob Chimärenfisch Hydrolagus, dieser weiße Fisch mit leicht erkennbaren Narben, die Segonzacia mesatlantica, diese kleinen hellen Krebse, die sich von Muschelleichen ernähren, oder die großen Ansammlungen von Bathymodiolus azoricus, die Arten in der Nähe der hydrothermalen Quellen, die erst vor 40 Jahren entdeckt wurden, haben noch viele Geheimnisse für uns zu enthüllen.
Um an den Forschungen teilzunehmen und die Tiefseespione zu spielen: deepseaspy.ifremer.fr
Margot Harty
Titelbild: Hydrothermaler Ort auf dem mittelatlantischen Rücken © Ifremer / Serpentine 2007
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