Komodo, das Drachenschutzgebiet

Der Komodo-Nationalpark im Süden Indonesiens besteht aus mehreren Inseln, von denen Komodo und Rinca die beiden Hauptinseln sind. Bekannt für seine endemischen Drachen, ist dieser Park UNESCO-Weltkulturerbe und ein anerkanntes Biosphärenreservat. Seine Unterwasserwelt birgt ebenfalls Schätze der Biodiversität.Im Norden der Pazifik, im Süden der Indische Ozean… Diese Besonderheit macht den Reichtum der Insel Komodo aus, die völlig unterschiedliche Taucherlebnisse ermöglicht und eine äußerst vielfältige und reiche Unterwasserwelt beherbergt. Die gesamte Nahrungskette ist vorhanden: Das Zusammentreffen der Strömungen beider Ozeane bringt planktonreiches Wasser. Ein wahres Festmahl erwartet Doktorfische, Jungfrauen und Fahnenbarsche, die ihrerseits pelagische Fische (Makrelen, Thunfische und Haie) anlocken. Das nährstoffreiche Wasser erfreut auch die Korallen, die sich das ganze Jahr über davon ernähren. Viele Tauchplätze wie Batu Bolong im Norden bieten völlig unberührte Umgebungen, in denen Schwämme, Korallen und Gorgonien in voller Pracht erstrahlen.

Komodo ist der ideale Ort für Makrofotografie-Enthusiasten. Hier mit Nacktschnecken Gymnodoris ceylonica. ©Alain Souan
Komodo ist der ideale Ort für Makrofotografie-Enthusiasten. Hier mit Nacktschnecken Gymnodoris ceylonica. © Alain Souan

 Vielfältige und sportliche TauchgängeDie Tauchgänge im Nationalpark sind bei Liebhabern der Makrofauna sehr beliebt, die dort Zwergseepferdchen, bunte Nacktschnecken, Garnelen, Anglerfische und Clownfische beobachten können. Von April bis Oktober ist es im Norden der Insel gut zu tauchen, wo es zahlreiche Tauchplätze und warmes Wasser gibt. Dort findet man unter anderem Felder großer orangefarbener Weichkorallen in kristallklarem Wasser. Von Oktober bis April geht es in den Süden, um ebenso pelagikreiche und korallenreiche Tauchplätze zu entdecken, allerdings in kühlerem Wasser. Verpassen Sie nicht den Tauchplatz Manta Alley, wo man ein Dutzend Rochen beobachten kann.

Der Krokodilsfisch (Cymbacephalus beaufort) ist eine der symbolträchtigen Arten der Gewässer von Komodo. ©Alain Souan
Der Krokodilsfisch (Cymbacephalus beaufort) ist eine der symbolträchtigen Arten der Gewässer von Komodo. © Alain Souan

Es ist verboten, auf den Inseln zu übernachten, um die Drachen zu schützen und Unfälle zu vermeiden. Tauchkreuzfahrten sind daher die einzige Möglichkeit, bequem von einem Tauchplatz zum anderen im Park zu gelangen. Achtung, Tauchen in Komodo ist nicht für jeden geeignet, die meisten Tauchgänge erfolgen mit der Strömung. Die Strömungen können sehr stark sein, und selbst sehr erfahrene Taucher müssen von einem Guide begleitet werden, der die Tauchplätze und die besten Zeiten zum Tauchen (je nach Gezeiten) perfekt kennt.An Land sind die Drachen die KönigeEs gibt nur noch etwa 5700 Drachen, die auf den Inseln Komodo, Rinca, Flores, Gili Motang und Gili Dasami verteilt sind. Die größte Echse der Welt ist endemisch und mittlerweile als gefährdete Art eingestuft. Aus diesem Grund sollte die Insel Komodo ab dem 1. Januar 2020 für ein Jahr nicht mehr öffentlich zugänglich sein. Diese Schließung wird es ermöglichen, die Population zu vergrößern und die Ökosysteme wiederherzustellen.

Ein Komodowaran, endemisch im Nationalpark. ©Ministerium für Kultur und Tourismus Indonesiens
Ein Komodowaran kann bis zu 3 Meter lang werden. © Ministerium für Kultur und Tourismus Indonesiens.

Praktische Informationen :
Zeitverschiebung : + 7 Std. im Winter und + 6 Std. im SommerWährung : die indonesische Rupiah (1 Euro = 16.750 IDR)Eau : zwischen 26°C und 30°C im Norden, zwischen 21°C und 23°C im SüdenBeste Tauchsaison : ganzjährigAusrüstung: 3 bis 7 mm Neoprenanzug je nach Tauchplatz
Tauchgänge nur für erfahrene Taucher geeignet.

Titelbild © Alain Souan
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