Haben Sie Zweifel am Namen eines Tieres, das Sie bei Ihren Tauchgängen getroffen haben? Ein einfacher Klick auf die Website DORIS genügt! Um mehr über ein räuberisches Verhalten zu erfahren, ein weiterer Klick auf DORIS… Ob Sie Taucher, Wissenschaftler, Lehrer, Amateurbiologe oder einfach nur neugierig sind, alle teilen diesen Reflex. Aber wer steckt hinter dieser Pionierseite der Bürgerwissenschaften? Tauchen Sie mit uns ein in die Entdeckung dieser anonymen Gesichter.

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Der Begriff „Dias“ ruft Ihnen vielleicht ferne Erinnerungen wach, oder Sie gehören zur Generation Z, die diese weißen Plastikquadrate nicht kannte, die invertierte Bilder enthielten und die man in einen Projektor schob, um wie durch Magie ein riesiges Foto an einer Wand erscheinen zu lassen.

Zurück ins Jahr 1988: Die Nationale Kommission für Unterwasserbiologie und Umwelt (CNEBS) der FFESSM hatte 200 Dias ausgewählt, die eine große Vielfalt an Unterwasserarten zeigten. Diese Bilder, die in der freien Natur aufgenommen wurden, wurden für Vorlesungen und Schulungen in Meeresbiologie verwendet. Jede französische Region war damit ausgestattet, aber die Handhabung dieses Koffers war komplex, da er zwischen verschiedenen Kursleitern zirkulieren musste.
Eine keimende Idee
Im Jahr 2004 kam Vincent Maran, damals Präsident einer regionalen Unterwasserbiologiekommission und Biolehrer, die Idee. Am 4. Dezember unterbreitete er dem Kollegium der nationalen Biologielehrer das Konzept einer „Nationalen Datei der Unterwasserarten“. Ein neues Projekt im Entstehen. „Zu dieser Zeit gab es im Internet nur Amateurseiten mit wenig Inhalt und oft fehlerhaftem Material sowie eine Website für Biologen mit begrenzter Ikonografie, erinnert er sich. „Die CNEBS hatte eine Nische zu füllen!“

Diese Initiative, die hätte verpuffen können, vereint schnell eine Vielzahl von Fähigkeiten. Michel Péan erklärt: „Ich hatte bereits eine Website erstellt, um die Aktivitäten der CNEBS vorzustellen, als es in Frankreich weniger als zehn Tauchseiten gab. Ich verstand, dass auch ein Amateur Fotos und Texte veröffentlichen konnte. Die Website der CNEBS war zu administrativ. Ich wollte mich in das neue Projekt einbringen, um unsere Taucherfahrung mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen.“ Er wandte sich an Frédéric André, der eine Meeresbiologie-Website für die indonesische Insel Sulawesi entworfen hatte, um das Layout der DORIS-Website zu gestalten.
Frédéric André, ein Enthusiast der Unterwasserbiologie, erzählt: „Mein Vater, einer der ersten Unterwassertaucher Tunesiens, hat seine Leidenschaft für Fische und andere Meereskreaturen an mich weitergegeben. Er besaß sogar einen der ersten Führer über die Küstenfauna und -flora der europäischen Meere!“
Ziel 100
Eine Idee, dann ein Mitarbeiter, dann zwei und so weiter… Das Projekt nimmt Form an. Erstellung eines Lastenhefts, Ausarbeitung einer Vorlage und Einrichtung eines Teams regionaler Korrespondenten, die „Doridiens“ genannt werden. Ihre Aufgabe: Die Erstellung und Animation lokaler Teams von Redakteuren, Prüfern und Fotografen. Die Website wird erst online gehen, wenn 100 Seiten fertiggestellt sind.

„Wir konnten auf die regionalen Biologiekommissionen zählen, um diesem Projekt Leben einzuhauchen“, freut sich Vincent Maran. Unsere Bundesfotografen und Spezialisten haben die Informationen ebenfalls validiert.“ Pierre Noël, der als wissenschaftlicher Pate von DORIS gilt, erklärt: „Mein Werdegang ist abwechslungsreich: Algologe in den französischen Süd- und Antarktisgebieten, Hochschullehrer und Krustentierforscher am CNRS, habe ich auch mit verschiedenen Institutionen zusammengearbeitet.“
Véronique Lamare spielte ebenfalls eine Schlüsselrolle: „Ich wollte wissenschaftliche Aufklärung über ein Thema betreiben, das ich liebe, die Unterwasserbiologie, und meine Fotogalerie nutzen. Ich war damals leidenschaftlich an der Unterwasserfotografie interessiert.“

Nach harter Arbeit von Freiwilligen wurde die Website am 4. Dezember 2006 gestartet. „Wir haben unser Ziel erreicht“, freut sich Vincent. „Unsere Texte sind wissenschaftlich fundiert und zugänglich. Jedes Blatt präsentiert die wissenschaftlichen und allgemeinen Namen, die geografische Verteilung, den Lebensraum, die Beschreibung, die Ernährung, die Fortpflanzung, die Interaktionen und ähnliche Arten.“
Jeder Doridianer, ob Autor, Prüfer oder Fotograf, verfügt über eine persönliche Seite, die seine Beiträge auflistet. Obwohl die Website partizipativ ist, wird so die Arbeit jedes Einzelnen anerkannt.
Dieser Artikel, ursprünglich für die Printausgabe von PLONGEZ! von Martine Carret geschrieben, wurde für das Web angepasst.
Bilder © Vincent Maran




