Anne-Cécile Monnier, Hydrobiologin, hat ihr Leben dem Studium und dem Schutz unserer Flüsse gewidmet. Fasziniert von dem oft unbekannten Reichtum dieses Ökosystems, nutzt sie ihre Bilder, Filme und ihr Buch, um dessen fragile Schönheit zu enthüllen, die durch den Klimawandel bedroht ist.

Hydrobiologe: Ein Beruf im Dienste des Wassers
Als unabhängige Hydrobiologin untersucht Anne-Cécile die aquatische Fauna, insbesondere Fische, Krebstiere, Weichtiere und Amphibien. Ihre Aufträge, die von Planungsbüros oder Kommunen in Auftrag gegeben werden, sind vielfältig:
- Umweltverträglichkeitsstudien: Bewertung der Auswirkungen von Bauprojekten auf die Flussläufe, Inventar der Arten und Lebensräume.
- Jährliche Überwachungen: Beobachtung der Entwicklung der Populationen nach der Errichtung von Bauwerken.
- Verschiedene Auftraggeber: Das OFB (Office français de la biodiversité) oder Transportgesellschaften, die sich um die Auswirkungen ihrer Infrastrukturen kümmern.
Für die Überwachungen verwendet Anne-Cécile eine sanfte Methode des „elektrischen Fischens“: ein schwacher Strom leitet die Fische in eine Fangzone, wo sie gezählt, identifiziert, gemessen und unversehrt freigelassen werden.
Von der Studie zum Tauchen: Eine natürliche Entwicklung
Ihr Weg in die Wasserwelt begann fast zufällig während ihres Masters in Management von aquatischen Lebensräumen und Wasserressourcen in Metz. Heute bereist sie Frankreich für ihre Arbeit und widmet einen Teil ihrer Zeit der Fotografie und der Produktion von Dokumentarfilmen über Flüsse. Als Drohnenpilotin beherrscht sie den gesamten Prozess, vom Drehbuch bis zur Montage.

Apnoe und Kreislauftauchgerät: Diskrete Eintauchen ins Herz der aquatischen Welt
Wenn die Apnoe lange Zeit ihre bevorzugte Technik war, verwendet sie nun zunehmend den Kreislauftauchgerät, dank ihres Zertifikats für Druckkammer-Tauglichkeit. Diese beiden Methoden ermöglichen es ihr, sich der aquatischen Fauna diskret zu nähern und Bilder aus nächster Nähe zu erfassen.
Eine Lieblingsjahreszeit? Der Frühling!
Die Monate Mai, Juni und Juli sind ihre Favoriten. Das Leben ist üppig, das Wasser klar, bevor die sommerliche Eutrophierung einsetzt. Auch März schätzt sie, die Zeit des Erwachens der Amphibien und der Fortpflanzung der Hechte bietet einzigartige Spektakel.

Dokumentarfilme: Ein Fenster zu Süßwasserwelten
Anne-Cécile steht im Mittelpunkt einer Reihe von Dokumentationen, die auf Ushuaia TV und TV5 Monde ausgestrahlt werden. Diese Filme, produziert von Les films en Vrac und realisiert von Anthony Binst, erkunden Süßwasserwelten Frankreichs und Übersee. Jede Episode folgt einer Untersuchung, bei der sie Bewohner, Wissenschaftler und Taucher trifft, um eine Art oder ein natürliches Erbe zu beleuchten und für deren Schutz zu sensibilisieren. Nach den heiligen Aalen von Tahiti und den Flüssen Korsikas ist La Réunion und die Rundschwanzgrundel („bichique“) an der Reihe.
Reflets d’eau douce: Der Verein zur Sensibilisierung
Angesichts der Unkenntnis der Öffentlichkeit hat Anne-Cécile 2015 den Verein „Reflets d’eau douce“ gegründet, um insbesondere Kinder für die Schätze der Flüsse zu sensibilisieren. Gemeinsam mit Delphine Goffaux, Hydrobiologin und Profitaucherin, organisiert sie Vorträge und Einsätze in Schulen. Ihr Ziel: Staunen und Bewusstsein für das Leben um uns herum zu wecken.
Eine dringende Botschaft: Unsere Flüsse schützen
Durch ihre Bilder möchte sie auf die Fragilität der Flüsse aufmerksam machen, die vom Klimawandel und Wassermangel bedroht sind. Anpassungsfähige Managementmaßnahmen sind unerlässlich, um diese lebenswichtige Ressource zu bewahren.
Ein Traum: Kroatien
Ihr nächster Traum? Kroatien entdecken, seine wunderschönen Landschaften und kristallklaren Gewässer, wo sie vertraute Arten in einem außergewöhnlichen Rahmen wiederfinden würde.
Für weitere Informationen:
Entdecken Sie die Filme und das Buch Unter der Oberfläche auf der Website von Anne-Cécile Monnier: www.annececilemonnier.com.
Dieser Artikel, ursprünglich von Isabelle Croizeau für die Printausgabe von PLONGEZ! geschrieben, wurde für das Internet angepasst.
Eröffnungsfoto © Anne-Cécile Monnier.




