Requin-taureau

Wussten Sie das schon? 10 Infos, die Sie über… den Bullenhai wissen sollten

Der Sandtigerhai – Carcharias taurus – gehört zu den Arten, die man unter Tausenden erkennen kann. Seine relativ stämmige Morphologie und sein bedrohliches Aussehen machen ihn leicht identifizierbar. Dieser Hai aus der Familie der Odontaspididae ist ein „friedlicher“ Schwimmer, der stets einen besonderen Eindruck bei denen hinterlässt, die das Glück hatten, ihm zu begegnen und mit ihm zu schwimmen.

Sandtigerhai
Ein Sandtigerhai in Südafrika. Man sieht deutlich die drei Reihen von Zähnen, die während des gesamten Lebens des Hais wachsen. © Nicolas Barraqué

  1. Beeindruckende Maße: Die Mehrheit der beobachteten Sandtigerhaie misst zwischen 2,50 m und 3 m bei einem Gewicht von etwa 160 kg. Aber im Mittelmeer wurde ein Exemplar mit einer Länge von 3,80 m verzeichnet. Diese Größe, verbunden mit dem charakteristischen Rückenbogen, verstärkt den Eindruck von Stärke des Tieres.
  2. Ein Bewohner der Welt: Die geographische Verbreitung des Sandtigerhais ist beeindruckend. Er ist in fast allen Meeren und Ozeanen unseres Planeten zu finden. Er kommt in den gemäßigten Zonen der Atlantik-, Pazifik- und Mittelmeerküsten vor, aber auch in den tropischeren Gebieten des Indischen Ozeans, des Roten Meeres und der australischen Küsten.
  3. Das Aussehen verurteilt: der Sandtigerhai hat, wie alle Haie, Zahnreihen, die sich ein Leben lang erneuern. Bei Carcharias taurusihm sind 3 Zahnreihen ständig im Einsatz. Diese vielen spitzen Zähne, die von außen immer sichtbar sind, verhindern, dass er den Mund richtig schließen kann. Da er immer mit offenem Maul schwimmt, verleiht ihm dieses Gebiss das erkennbare Gesicht, das viele fotografieren möchten.
  4. Eine Boje zum Schweben: Eine Besonderheit des Hammerhais ist, dass er keine Schwimmblase besitzt, um sich im Wasser zu halten. Stattdessen kann er an der Oberfläche Luft schlucken, um sich im Magen eine kleine Boje zu schaffen, die ihm bei der Stabilisierung hilft. Bis heute ist er der einzige bekannte Hai, der dieses Verhalten zeigt.
  5. Spielplatz: Besonders nachtaktiv, bewegt er sich gerne und jagt in Bodennähe im Such nach Beute. Der Hammerhai kann also verschiedene Bodenarten nutzen, sei es felsig, sandig oder korallenreich, von der Oberfläche bis etwas über 200 Meter Tiefe.

    Südafrika Sandtigerhai
    Trotz seines wilden Aussehens ist der Sandtigerhai ruhig und für Taucher leicht zugänglich. © Nicolas Barraqué
  6. Zu Tisch!!! Die großen Zähne des Sandtigerhais zeigen klar, dass er keine vegane Ernährung hat. Spitz und scharf, sind sie gefährliche Waffen, um Fische (knochen- oder knorpelartig), Kopffüßer oder auch Krebstiere zu fangen. Die relativ kurze Schnauze dieses Hais ermöglicht es ihm, seine Beute sogar in deren Verstecken aufzuspüren.
  7. Sandtigerhai, die harte Liebe: die Paarung ist kein Vergnügen bei Carcharias taurus. Das Männchen beseitigt zuerst jede Konkurrenz durch andere Bewerber. Dann umkreist es das Weibchen und versucht, es durch Beißen an der Flanke zu immobilisieren, um sich dann mit einem seiner beiden Fortpflanzungsorgane zu paaren (jeweils eins auf jeder Seite, um die Fortpflanzungschancen je nach seiner Position zur Weibchen zu optimieren).
  8. Fortpflanzung, wie wäre es anders? Carcharias taurus er ist eine ovovivipare Art. Die nach der Paarung erzeugten Eier werden nicht in die Natur ausgestoßen, sondern im Uterus des Weibchens gespeichert, wo sie ihre Entwicklung abschließen. Laut wissenschaftlichen Studien gibt es bei jeder Fortpflanzung zwischen 15 und 25 Eier.
  9. Oophagie : Am Ende der Inkubationszeit, die zwischen 9 und 12 Monaten dauern kann, ernähren sich die ersten im Uterus schlüpfenden Individuen von anderen Mitgliedern des Wurfes. Es kommt zu einem echten inneren Kannibalismus, der zur Geburt von nur einem oder zwei Individuen führt, die bereits fast einen Meter lang sind. Die Fortpflanzungsrate ist daher sehr niedrig.
  10. Eine fragile Art: Leider entkommt der Sandtigerhai wie alle Haiearten heute nicht der Regel und gehört zu den vom Aussterben bedrohten Arten. Auf der Roten Liste der IUCN (Internationale Union zur Bewahrung der Natur) ist er im roten Bereich mit dem Vermerk „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.

https://vimeo.com/463132550Wo kann man ihn treffen? Um sicher zu sein, Sandtigerhaie beim Tauchen zu beobachten, muss man nach Südafrika reisen (die sogenannten „spotted ragged-tooth shark“ oder „raggies sharks“ sind von Juni bis Dezember auf Aliwal Shoal und Protea Banks zu sehen und während des südlichen Sommers von November bis März an der Sodwana Bay) oder in North Carolina in den Vereinigten Staaten (wo man sie „sand tiger shark“ nennt).

Fabien Valladier

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