Moalboal, Philippinen, Juli 2013. Es sind 16 Taucher, und sie sind Abenteurer! Nicht von denen, die sinnlose physische Risiken eingehen, sondern von denen, die die gemütlichen Gestade ihrer Gewohnheiten verlassen, um ihren Blick – und ihren Geist – in Richtung neuer Horizonte, neuer Entdeckungen zu wagen…Besondere… Tauchgänge„Gut, also, wie geplant, tauchen 4 Taucher auf 20 Meter ab; ein Paar geht nach links, das andere nach rechts. Ihr macht 4 Transekten* von 5 Minuten in 20 Metern, dann beim Rückweg 4 Transekten in 5 Metern. Gleiche Vorgehensweise für die beiden anderen Paare, aber eure ersten 4 Transekten werden in 15 Metern sein, dann Rückweg in 10 Metern.“
Kommandoaktion von hartgesottenen Wissenschaftlern? Nein, vielmehr ein schönes Abenteuer abseits der ausgetretenen Pfade für Urlaubstaucher. Wenn sie an dieser Fischstudienmission des Vereins Peau-Bleue unter der Leitung des Wissenschaftlers Patrick Louisy teilnehmen, dann sowohl zum Lernen und Entdecken der Riff-Fische als auch zum Beitrag zu lokalen Initiativen zur Verwaltung und zum Schutz der Meeresumwelt.
* Ein Transekt durchzuführen, bedeutet, einen Streifen des Meeresbodens von konstanter Breite (hier 5 Meter) zu durchqueren, um dort die Fische zu zählen.

Ihre Mission, falls Sie sie annehmen…Die wissenschaftliche Mission dieser freiwilligen Taucher war zweifach. Zuerst sollten die Fischgemeinschaften an einem Standort charakterisiert werden, indem alle Arten in den verschiedenen Riffhabitaten erfasst wurden. Auf 300 Metern Riff sammelten sie so mehr als 400 Tauchstunden und inventarisierten 397 Fischarten! Natürlich erhielten sie eine Ausbildung in der Artenerkennung, aber Sie können sich die Intensität der Debriefings, die Identifikationsarbeit anhand von Fotos und die Konfrontationen der Beobachtungen vorstellen… Gut gefüllte Abende!
Dann stürzten sich diese inzwischen erfahrenen Beobachter in eine weitere wissenschaftliche Herausforderung: den Vergleich der Fischsiedlungen zwischen 3 Standorten mit unterschiedlich starker Schutzwirkung. Sie zeigten so einen positiven Effekt des Schutzes auf die Vielfalt und Größe der Riff-Fische auf.Ein Einsatz, VorteileAber warum sollte man sich als Hobbietaucher im Urlaub mit so komplizierten Dingen herumschlagen? Weil man sich überhaupt nicht langweilt!
Man lernt viel über das Riffleben, vor allem aber entdeckt man, dass man fähig ist, es zu studieren und sein eigenes Wissen zu erarbeiten. Man erlebt ein großartiges Abenteuer im Team, sowohl mit den anderen Teilnehmern als auch mit den lokalen Tauchführern, die in die gleiche Vorgehensweise eingebunden sind. Man fühlt sich der Wissenschaft nützlich, indem man zu greifbaren Ergebnissen beiträgt, die Tag für Tag neue Informationen liefern. Und man hilft den lokalen Gemeinschaften und dem Erhalt ihrer Umwelt ein wenig mit… Eine konkrete Folge dieser ersten Mission von 2013 war, dass sich die Gemeinde von Moalboal auf den endgültigen wissenschaftlichen Bericht stützte, um vom Staat den offiziellen Status einer Hochburg der marinen Biodiversität in den Philippinen zu erlangen.
Die bei den Erhebungstauchgängen gesichteten Arten:
Mission Moalboal 2017Die Vereinigung Peau-Bleue geht vom 9. bis 22. Juli 2017 auf Mission nach Moalboal, um mit den gleichen Methoden den Fortschritt der marinen Biodiversität seit 2013 zu messen. Es sind noch ein paar Plätze frei. Fühlen Sie sich wie ein Abenteurer? Finden Sie Informationen über die Mission Fish Watch.Um mehr über die Mission Moalboal 2013 zu erfahren (und auf den wissenschaftlichen Bericht zuzugreifen).
Patrick Louisy




