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Die versteckten Seeigel

Tauchen im Sand: eine Herausforderung der Beobachtung

Das tropische Korallenriff war nicht weit, aber an diesem Tag in Guadeloupe entschieden wir uns für einen Tauchgang im Sand. Auf den ersten Blick erscheint dieses Ziel unattraktiv, aber es stellt eine echte Herausforderung für diejenigen dar, die ihren Blick schulen wollen. In dieser scheinbar „einheitlichen Wüste“ verbergen sich ungeahnte Wunder, die darauf warten, entdeckt zu werden.

Auf der Suche nach dem Spatang

Während ich den Boden absuche, ahne ich eine Form unter dem Sand. Es ist nicht offensichtlich, aber da ist etwas Faszinierendes. Um Gewissheit zu erlangen, greift meine Hand unter die Körner, meine Finger spüren ein stechendes Gefühl, aber nicht zu sehr. Was ich entdecke, ist ein Spatang (Meoma ventricosa), ein großer irregulärer Seeigel mit kurzen, rostfarbenen Stacheln.

Dieses Tier ist ein Gräber, es bewegt sich unter dem Sand, während es Sedimentsbrocken aufnimmt. Es verdaut verschiedene Nahrung: Algenreste, Würmer, Mollusken und kleine Krebstiere. Beim Umdrehen meines Spatangs mache ich noch eine interessante Entdeckung: ein kleiner Erbsenkrabbe der Spatangen (Dissodactylus primitivus). An der Bauchseite des Seeigels festgehalten, ernährt er sich von den Radiolen seines Wirts, ein ungewöhnliches Mahl!

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Festgeklammert an die Stacheln, von denen er sich ernährt, ist hier der Erbsenkrabbe der Spatangen.

Das erstaunliche Verschwinden des Spatanges

Ich setze meinen Seeigel zurück, aber meine Beobachtung ist noch nicht beendet. In wenigen Minuten gräbt er sich in den Sand und verschwindet vollständig. Anscheinend benutzt er die Stacheln an seiner Unterseite, um sein Loch zu graben.

Der Spatang weltweit

Es ist nicht notwendig, in die Antillen zu reisen, um Spatangen zu begegnen. Im Mittelmeer findet man auch den Spatangus purpureus, der in Form und Größe ziemlich ähnlich ist. Während ich weiter im Sand suche, stoße ich auf einen weiteren irregulären Seeigel, exotischer: den „Sanddollar“ (Leodia sexiesperforata). Mit seinen so kurzen Stacheln wirkt er wie das Test eines toten Tieres. Doch schnell setzt er sich in Bewegung und verschwindet unter dem Sand.

Unterwassergeheimnisse

Dieses flache Tier wirft viele Fragen auf: Wo verstecken sich seine Organe? Wie funktionieren sein Verdauungs-, Nerven- und Muskelsystem? Unter Wasser gibt es noch viele Geheimnisse zu lüften! 

Dieser Artikel, ursprünglich von Steven Weinberg für die Printausgabe von PLONGEZ! geschrieben, wurde fürs Web adaptiert.

Fotos © Steven Weinberg

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