Seit vielen Jahren begeistert vom Tauchen, habe ich lange das Meer, Seen, Steinbrüche oder sogar das Schwimmbad erkundet. Doch durch das ständige Ansehen von Videos und Bewundern von Fotos technischer Taucher hat sich mir allmählich eine neue Welt eröffnet: die Höhlentaucherei. Fasziniert von diesem geheimnisvollen Umfeld und angezogen von der Herausforderung, die die Dampdeckentauchgänge darstellen, habe ich beschlossen, mich ebenfalls auf dieses einzigartige Abenteuer einzulassen.

Höhlentauchen lernen: Sicherheit und Lernen
Das Höhlentauchen ist eine sehr anspruchsvolle Disziplin, die erfordert, spezifische Techniken zu beherrschen und eine unbändige Sorgfalt zu zeigen, sowohl für die eigene Sicherheit als auch die des Teams. Um von Anfang an die richtigen Handgriffe und Praktiken zu lernen, habe ich mich für eine umfassende Ausbildung entschieden. Um den idealen Ort zu wählen, habe ich mich in sozialen Netzwerken informiert, Online-Bewertungen gelesen und die Erfahrungen anderer Taucher, die ich bei einer „The essentials“-Schulung der IANTD getroffen habe, berücksichtigt.
Das Zentrum The cave to be stellte sich schnell als die ideale Wahl heraus, sowohl wegen der Qualität seiner Betreuung als auch wegen der Geselligkeit, die dort zu herrschen schien. Wir waren nun bereit, uns auf den Weg zu machen!
Nach reiflicher Überlegung habe ich beschlossen, dieses Erlebnis mit Momo, meinem treuen Tauchpartner und Freund, zu erleben. Da wir es gewohnt sind, zusammen in Belgien zu tauchen, waren unsere Kohäsion und Kommunikation unter Wasser bereits gut eingespielt, was uns einen echten Vorteil für das Höhlentauchen bot.

Nach mehr als 700 Kilometern Reise, um den Südwesten Frankreichs zu erreichen, wurden wir von Oli und dem gesamten Team des Zentrums herzlich empfangen. Bei unserer Ankunft entdeckten wir zum ersten Mal einen Teil der speziellen Ausrüstung für das Höhlentauchen. Wir nutzten die Gelegenheit, um Gurte, Wings, Lampen, Masken, Bleigewichte und Regler anzupassen, um unsere Ausrüstung perfekt an die Anforderungen dieser neuen Umgebung anzupassen.
Ein strenges Lernen: Theorie vor der Praxis
Die Ausbildung begann mit mehreren Tagen Theorie, die entscheidend waren, um das Höhlentauchen in Sicherheit anzugehen. Wir studierten im Detail die verschiedenen Verfahren, die Topografie der Orte, das Management der Ariadne-Fäden, die Beherrschung der Knoten (tie-off), das Platzieren der Cookies sowie die Kommunikation durch Hände oder das Licht unserer Lampen, gegebenenfalls sogar durch ‚Touch-Kontakt‘ oder schriftliche Nachrichten.
Wir haben auch gelernt, mit Luft zu haushalten, unseren Gasverbrauch zu kontrollieren, die richtige Position einzunehmen, die richtigen Verfahren im Falle eines Verlustes an Sichtbarkeit oder eines Gruppenmitglieds anzuwenden, Notfälle zu meistern, unsere persönlichen Grenzen zu kennen und die wesentlichen Fortbewegungstechniken zu integrieren.
Diese dichte theoretische Phase, die wesentlich für die Sicherheit und Effektivität unter Decken ist, erfordert viel Konzentration, erweist sich jedoch als entscheidend, bevor man in das Unbekannte eintaucht.
Erste Übungen und Eintauchen in die Höhle
Endlich kam der lang ersehnte Moment, uns auszustatten und ins Wasser zu gehen! Auch wenn die Vorfreude groß war, war Eile nicht an der Tagesordnung. Zuerst arbeiteten wir in einem Außenbecken, um das Handling der Fäden, den Umgang mit unserer Ausrüstung und die Teamkommunikation zu testen.

Diese erste Übung legte die Grundlagen, und wir konnten nun unseren ersten Ausflug in die Höhle unter sicheren und überwachten Bedingungen angehen. Dieser Moment wird unvergesslich bleiben: Nach den ersten Befürchtungen nahm die Faszination überhand. Das kristallklare Wasser, die einzigartige Atmosphäre und das Gefühl eines Abenteuers haben mich sofort erobert!
Ein Bild wird in meiner Erinnerung bleiben: fasziniert von der Natur, blieb ich bewegungslos stehen, um einen majestätischen Aal zu beobachten, als der Ausbilder plötzlich meine Hauptlampe ausschaltete. Im völligen Dunkel zu sein, isoliert, der Faden zu suchen, ließ mich das Ausmaß der Disziplin, ihrer Gefahren und die Bedeutung des Equipments und der Sicherungskommunikation begreifen. Dank meiner Backup-Lampe und mit Hilfe meiner Teamkollegen konnten wir sicher herauskommen und diese lehrreiche Tauchfahrt debriefen.
Eine intensive und lehrreiche Woche
An diesem Punkt war klar, dass die Woche nicht einfach wäre! Zwischen praktischen Übungen unter Wasser und Simulationen an Land (land-drills) brachte jeder Tag seine eigenen Herausforderungen, aber mit Motivation und Sorgfalt waren die Fortschritte spürbar.

Am Ende des Kurses schloss ein abschließendes Debriefing mit unseren Ausbildern Olivier und Mike die Woche ab. Sie bestätigten unsere ‚Intro to cave‘-Ausbildung mit einer vollständigen Bestandsaufnahme unserer Kenntnisse, was noch zu üben ist und welche Entwicklungsperspektiven es gibt, insbesondere in Richtung des ‚Full Cave‘-Kurses.
Das Abenteuer beginnt also erst, mit dem Wunsch, diese Fähigkeiten weiter auszubauen und sicher auf das nächste Level voranzuschreiten.
Höhlenforschung und unvergessliche Erinnerungen
Wir verlängerten das Erlebnis um zwei weitere Tage, um das Beste aus diesen ikonischen Orten herauszuholen. Vier außergewöhnliche Tauchgänge erwarteten uns: insbesondere im berühmten Ressel und an der Landenouze-Stelle, den Hauptorten des französischen Höhlentauchens.

Bei diesen Erkundungen nahmen wir uns die Zeit für zwei Fotoshootings, genossen jede Minute im Zauber der Höhlen und ihrer so besonderen Atmosphäre. Diese Einführung endete im Enthusiasmus, mit dem unwiderstehlichen Wunsch, so bald wie möglich zurückzukehren und neue unterirdische Horizonte zu erkunden!
Lust, loszulegen?
Um auch die Abenteuer zu erleben, scheuen Sie sich nicht, das Zentrum The cave to be : www.thecavetobe.com
Dieser Artikel, ursprünglich von Christophe Declercq für die Printausgabe von TAUCHEN! geschrieben, wurde für das Web angepasst.




