Möchten Sie Ihre gesamte Unterwasserwelt erfassen? Die 360°-Aufnahme verspricht, nichts dem Zufall zu überlassen. Aber wie kann man diese immersiven Bilder erstellen und nutzen? Auch wenn sich 360° zunehmend verbreitet, bleibt es für viele noch unklar. Entdecken wir zusammen seine Geheimnisse.

Warum Bilder in 360° wählen?
Stellen Sie sich vor, Sie könnten einen Tauchplatz erkunden, ohne nass zu werden. Das 360° bietet ein unvergleichliches Eintauchen, ideal, um Ihre Erlebnisse mit der ganzen Welt zu teilen.
Ein Immobilienmakler wird es Ihnen bestätigen: In Zeiten von Einschränkungen sind virtuelle Besichtigungen ein großer Vorteil. Ebenso erkundet der notarielle Bereich die Vorteile der 360°-Besichtigung.
Das Betrachten von Bildern wird realer denn je. Sie werden in eine umhüllende Umgebung versetzt. Die Verwendung eines VR-Headsets intensiviert das Erlebnis, aber auch auf einem Computer- oder Smartphone-Bildschirm bleibt der Entdeckungsgenuss erhalten.
Ein entscheidender Punkt ist das Betrachtungsmedium. Die 360°-Aufnahme kann in 360° oder „flach“ in 4K, HD (1080p) oder weniger montiert werden. Die „flache“ Option ermöglicht die Erstellung origineller Effekte wie „Mini-Planet“.
Welches Material sollte man für 360°-Aufnahmen wählen?
Fotos in 360°
Ihr Smartphone kann Ihr Verbündeter sein! Zahlreiche Apps ermöglichen das Erstellen von 360°-Panoramen durch das Zusammenfügen mehrerer Aufnahmen. Der Prozessor rekonstruiert eine immersive Sphäre, die oft Ihren Schatten einschließt! Teilen Sie Ihre Kreationen dann in sozialen Netzwerken.

Videos in 360°
Der Bereich der 360°-Kameras ist spezialisierter. Diese Geräte integrieren mehrere Weitwinkelobjektive (ca. 200°) und eine Montage-Software (Stitching). Sie erfassen auch 360°-Fotos.
- Marken: GoPro, Nikon, Insta360, QooCam, Vuze, Ricoh, Kandao, Kodak, usw.
- Professionelle Modelle: Voluminös (Größe einer Handballkugel), kostspielig (mehrere Tausend Euro).
- Action-Cams: Kompaktere und erschwinglichere.
Achtung, nicht alle Modelle eignen sich für Unterwasseraufnahmen. Die Lichtbrechung im Wasser kann die Montage beeinträchtigen. Spezifische wasserdichte Gehäuse, oft vom Hersteller oder von Spezialisten angeboten, sind erforderlich. Einige Kameras sind von Haus aus wasserdicht (z.B. Nikon Keymission 360), aber überprüfen Sie die maximal zulässige Tiefe.
Wie optimiert man seine Videos für das 360° Unterwasser?
Ein 360°-Video ist wie ein Tauchplatz: Man offenbart nicht alle seine Geheimnisse auf den ersten Blick. Ermutigen Sie den Betrachter, in die Tiefe zu gehen!
- Stabilität und Fließfähigkeit: Bevorzugen Sie langsame und geradlinige Bewegungen.
- Interessante Punkte: Heben Sie die Fauna, Wracks, Abhänge hervor.
- Vermeiden Sie eintönige Landschaften: Ein Relief, eine Kuriosität zieht die Aufmerksamkeit auf sich.
Wenn Sie kein Stativ verwenden, erscheinen Sie im Bild. Um Ihre Präsenz zu minimieren, überlasten Sie die Kamera oder verwenden Sie eine Stange. Das Weitwinkelobjektiv verkleinert Ihre Größe und ermöglicht es Ihnen, der Fauna näher zu kommen.
Montage und Schnitt: Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Eintauchen
Beim Zusammenfügen (Stitching) werden die Bilder der verschiedenen Sensoren „geklebt“, um eine 360°-Sicht zu schaffen. Der Computer oder eine mobile App übernehmen diese Aufgabe, um die Übergänge unsichtbar zu machen.

Einige Software ermöglicht das Schneiden ohne vorheriges Zusammenfügen. Adobe Premiere Pro, mit einem Plugin für die InstaPro2 (6 Objektive), ist ein Beispiel.
Das Zusammenfügen kann mit der vom Hersteller bereitgestellten Software (Stitcher) oder einer benutzerfreundlicheren Drittsoftware (z.B. Mistika VR) durchgeführt werden.
Die Verwendung von 8K-Videos erfordert eine leistungsstarke Computerausstattung für eine schnelle Bearbeitung.

Die 360°-Montage ermöglicht es, eine Anfangssicht festzulegen, um den Blick des Betrachters zu lenken. Er kann dann die Umgebung frei erkunden.
Verbreitung: Teilen Sie Ihre virtuellen Tauchgänge!
Das Smartphone ist das bevorzugte Betrachtungsmedium, gefolgt vom Computerbildschirm (idealerweise 4K).
Die häufigste Verwendung von 360°-Aufnahmen ist die Erstellung von „flachen“ Videos in HD oder 4K. Dabei werden interessante Winkel der Aufnahme genutzt, indem die Aktion beim Schneiden verfolgt wird. Die Effekte Time-Lapse, Hyper-Lapse und Tiny Planet sind sehr beliebt.
Die 360°-Videos bieten ein vollständiges Eintauchen, insbesondere mit einem VR-Headset. Ohne Headset erfolgt die Navigation per Maus oder Touch, aber der Effekt ist weniger beeindruckend.
Die ideale Dauer eines 360°-Videos liegt zwischen 5 und 10 Minuten. Ein gutes Headset verstärkt das Eintauchen. Machen Sie es sich bequem, um Unfälle zu vermeiden! Lassen Sie den Betrachter die versteckten Details erkunden und entdecken. Er wird das Video erneut ansehen wollen, um nichts zu verpassen.
Fazit: Eine neue Dimension für das Tauchen
Das 360°-Video bietet ein immersives Erlebnis, das dem echten Tauchen nahekommt. Es ermöglicht Anfängern, die Unterwasserwunder von ihrem Sessel aus zu entdecken. Die spezifische Ausrüstung und die komplexe Nachbearbeitung werden durch bisher unbekannte kreative Möglichkeiten ausgeglichen. Das begeisterte Lächeln Ihrer Zuschauer wird Ihre Mühen belohnen. Also auf zu den Kameras! Erfassen und teilen Sie Ihre Vision der Unterwasserwelt.
Tipps und Tricks für 360°-Aufnahmen
Achtung, es wird heiß!
Die Sensoren der 360°-Kameras erhitzen sich, vor allem bei Videoaufnahmen. Einige sind mit Lüftern ausgestattet (manchmal laut). Vermeiden Sie Verbrennungen und beugen Sie der Bildung von Kondenswasser vor, indem Sie einen Feuchtigkeitsabsorber (Silicagel) im Gehäuse verwenden.
Alle in Deckung!
Schützen Sie die Objektive und die Domes Ihrer Kamera. Ein wirksamer Schutz ist unerlässlich, um Kratzer zu vermeiden.
Licht, bitte!
Die Sensoren der 360°-Kameras sind lichtempfindlich. Bevorzugen Sie helle Umgebungen oder verwenden Sie zusätzliche Beleuchtung, die im Montagekegel verborgen wird. Halten Sie sich in der Nähe der Oberfläche, um digitales Bildrauschen durch hohe ISO-Werte zu vermeiden.
Schnittstellen nicht immer intuitiv…
Die Kamerasteuerung erfolgt oft über eine Smartphone-App, die manchmal komplex ist. Eine WLAN-Verbindung ist erforderlich. Bewahren Sie das Passwort sorgfältig auf! Die Montage- und Schnittsoftware kann ebenfalls anspruchsvoll sein. Zögern Sie nicht, Foren und Online-Tutorials zu konsultieren, um Zeit zu sparen.

Dieser Artikel, ursprünglich von Yann Valton für die Printausgabe von PLONGEZ! geschrieben, wurde für das Web adaptiert.




