Martinique: Einweihung des Meeresschutzgebiets Albert Falco

Die Einweihungszeremonie des maritimen Naturschutzgebiets Prêcheur Albert Falco fand am 27. Oktober 2017 in Anwesenheit der Witwe von Albert Falco, seiner Enkelinnen sowie von Fürst Albert II. von Monaco statt. Letzterer kam an Bord der Yersin, dem monegassischen Forschungsschiff, das diesen Sommer eine Weltreise begonnen hat, um verschiedene wissenschaftliche Missionen im Zusammenhang mit den Ozeanen durchzuführen.

Der Name des Reservats wurde nicht zufällig gewählt: Albert Falco, der 2012 verstarb, war ein wahrhafter Botschafter der Ozeane und liebte Martinique, wo er einen Teil seines Ruhestands verbrachte (wenn er nicht in seiner Calanque von Sormiou war…). Anlässlich der Einweihung des Reservats wurde auch eine Kranzniederlegung zur See durchgeführt, um das Andenken an den treuen Gefährten von Kommandant Cousteau zu ehren.

An Bord der Yersin (im Hintergrund), wurden Fürst Albert II. und die Familie von Albert Falco vom Bürgermeister von Prêcheur sowie einer Kindergruppe vor der Einweihungszeremonie am Reservat empfangen. © Collectivité Territoriale de Martinique (CTM)
An Bord der Yersin (im Hintergrund), wurden Fürst Albert II. und die Familie von Albert Falco vom Bürgermeister von Prêcheur sowie einer Kindergruppe vor der Einweihungszeremonie am Reservat empfangen. © Collectivité Territoriale de Martinique (CTM).

Fürst Albert II. von Monaco betonte seinerseits, die Bedeutung von Meeresschutzgebieten hervorzuheben. Denn die Frage der Erhaltung und des Schutzes der marinen Lebenswelt gehört zu den Prioritäten seiner 2007 gegründeten Stiftung.

Das 2014 geschaffene Reservat befindet sich an der Nordwestküste der Insel. Es umfasst Klippen, Strände und Meeresgründe und hat das Ziel, die Biodiversität von zwei Standorten zu schützen: der Îlets La Perle und der Zitadelle. Die Unterwasserwelt dieses Reservats ist bevölkert von pelagischen Arten (Marline, Barrakudas…), Adlerrochen und einer großen Anzahl von Fischen, darunter einige Artenschutzarten. Inmitten von Steilwänden, Canyons und sandigen Zonen können Kolonien von Korallen Acropora palmata, Aufzuchtgebiete und Seegraswiesen beobachtet werden. Diese stellen die Hauptnahrungszonen für die Schildkröten dar, die zahlreich an den Stränden des Reservats ihre Eier ablegen. An Land sind auch die Brutgebiete geschützter Vogelarten, wie des Gelbschnabel-Tölpels, von Bedeutung.

Die Fauna und Flora, die sich in diesem Reservat im Nordwesten der Insel befinden, sind nun geschützt. © Nicolas Barraqué
Die Fauna und Flora in diesem Reservat, im Nordwesten von Martinique, sind nun geschützt. © Nicolas Barraqué

Den Erhalt dieser Biodiversität zu sichern, ist ein vordringliches Anliegen für Martinique. Die Fischereiaktivitäten, die den Meeresboden schädigen, die Nutzung von Reusen, häufige Ankerplätze und der starke Bootsverkehr werden als problematisch erachtet. Hinzu kommen Freizeitaktivitäten wie unbegleitetes Schnorcheln oder unerfahrene Taucher, die ihre Bewegungen nicht kontrollieren können – all dies sind menschliche Einflüsse, die den Meeresboden beschädigen können. Die Schaffung des Albert Falco Reservats wird dazu beitragen, Umweltfreundlichere maritime Aktivitäten zu entwickeln (Ökotourismus, nachhaltiger Fischfang…) und die Marineflora und -fauna zu schützen.

Margot Harty

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