Entdecken Sie den Aluterus scriptus, einen faszinierenden Fisch. Dieser Tetraodontiforme mit seinem einzigartigen Erscheinungsbild fesselt Taucher und Unterwasserfotografen. Sein gebräuchlicher Name „Klecks-Kofferfisch“ beschreibt perfekt seine körperlichen Besonderheiten.
Lebensraum und Verbreitung
Der Klecks-Kofferfisch, auch als Schreibertasche bekannt, bevorzugt die Steilhänge der Riffzonen. Man findet ihn in den tropischen und subtropischen Gewässern der Atlantischen, Indischen und Pazifischen Ozeane. Dieser halbpelaagische Fisch, oft unauffällig, bewegt sich in freiem Wasser in einer Tiefe von 2 bis 80 Metern, nahe der Küsten. Er ist auch im Roten Meer, in der Karibik, in Französisch-Polynesien, Neukaledonien und auf La Réunion zu finden.

Körperbeschreibung
Er erreicht eine durchschnittliche Größe von 60 cm, kann aber über einen Meter groß werden. Sein ovaler, länglicher Körper, seitlich abgeflacht, zeigt je nach Zustand und Umgebung eine wechselnde Farbe von beige bis olivbraun oder grau. Der Beiname „Klecks“ stammt von seinem mit unregelmäßigen Linien, blauen Punkten und schwarzen Flecken verzierten Kleid. Seine haut, rau wie eine Feile, ist auf das Fehlen von Schutzschleim und seine in kleine Stacheln verwandelten Schuppen zurückzuführen. Er besitzt eine spitze Schnauze mit einem kleinen Maul und spitzen Zähnen. Zwei aufrichtbare Stacheln erheben sich über den Augen, der erste lang und dünn, der zweite dient dazu, den ersten bei Aufrichtung zu blockieren. Die große fächerförmige Schwanzflosse sorgt für seine Fortbewegung durch Wellenschlag.
Verhalten und Gewohnheiten
Dieser Einzelgänger mag das Küstenriff. Er wird selten in Gruppen oder Paaren gesehen und zeigt keinen sichtbaren sexuellen Dimorphismus. Tagsüber aktiv, ist er ein ruhiger Schwimmer und harmlos für Taucher. Den Klecks-Kofferfisch im Profil zu fotografieren kann schwierig sein, da er sich oft kopfüber bewegt oder beim Annähern eine seitliche Haltung einnimmt.
Ernährung und Fortpflanzung
Als Allesfresser ernährt er sich von einer Vielzahl von Elementen: Pflanzen, Wirbellose, kleine Krebstiere, Feuerkorallen, Gorgonien, Anemonen, Manteltieren und Schwämmen. Seine Fortpflanzung ist besonders. In subtropischen Gebieten können die Weibchen ihre Eier im freien Wasser abgeben. Die übliche Strategie ist jedoch das Ablegen der Eier in ein vom Männchen vorbereitetes Nest, das er dann allein oder mit dem Weibchen bewacht.
Anekdoten und Besonderheiten
- Klecks-Kofferfisch: Seine getrocknete Haut wurde früher als Sandpapier verwendet.
- Mimikry: Er ändert seine Farbe, um sich in den Korallen zu tarnen und seinen Feinden zu entkommen.
- Etymologie: Aluta (lateinisch) bedeutet Leder, Beutel, und scriptum bedeutet geschrieben.
- Im Pyjama: Nachts zeigt er dunkle und helle vertikale Streifen.
- Demerisal: Er frequentiert den Meeresboden, ohne dort dauerhaft zu leben, im Gegensatz zu den pelagischen Fischen.
- Giftig oder essbar: Paradoxerweise wird er in Französisch-Polynesien als giftig (Ciguatera) betrachtet, jedoch in Australien und Japan kommerziell gefangen.
Der Klecks-Kofferfisch und die Familie der Monacanthidae
Der Klecks-Kofferfisch gehört zur Familie der Monacanthidae, eine Ordnung der Tetraodontiformes. Diese Ordnung umfasst etwa 360 Arten, hauptsächlich maritime und rifflebende. Unter den Tetraodontiformes finden sich bekannte Arten wie Drückerfische, Kugelfische, Kofferfische und Mondfische (Mola mola).
Die Etymologie von Monacanthidae stammt aus dem Griechischen „mono“ (eins) und „akantha“ (Stachel). Die Monacanthidae, auch als Feilen- oder Taschenfische bekannt, sind knöcherne Fische, die den Drückerfischen nahestehen. Ihr Hauptmerkmal ist ein starker aufrichtbarer Rückenstachel auf dem Kopf, der zum Beeindrucken, Verteidigen oder Festhalten an Felsen genutzt wird. Aluterus scriptus ist die größte Art (bis zu 110 cm), während Rudarius minutus die kleinste ist (5 cm).
Dieser Artikel, ursprünglich von Jean-Christophe Grignard für die Printausgabe von PLONGEZ! geschrieben, wurde für das Web adaptiert.
Bild © Jean Christophe Grignard, Illustration © Cyril Girard.




