Die globale Erwärmung – ein mit dem Klimawandel verbundenes Phänomen – setzt den Kalifornischen Seelöwen Mexikos zunehmend zu. Während die nördlicheren Populationen weiterhin stabil bleiben oder sogar wachsen, verzeichnen die südlichen Kolonien einen alarmierenden Rückgang, der ihr langfristiges Überleben gefährden könnte.
Eine Population im Rückgang
Die Kalifornischen Seelöwen (Zalophus californianus) in Mexiko bilden die südlichsten Populationen dieser Art, deren Verbreitungsgebiet sich von Alaska bis zur Halbinsel Baja California erstreckt.
Im Golf von Kalifornien ist die Zahl der Tiere zwischen 1991 und 2019 jedoch um 65 % zurückgegangen: von 43.834 Individuen auf nur noch 15.291. Dieser Rückgang fällt mit einer Erwärmung der Gewässer zusammen. Die durchschnittliche Wassertemperatur stieg von etwa 22 °C auf mehr als 23 °C.
Auch wenn diese Veränderung gering erscheinen mag, hat sie erhebliche Auswirkungen auf das gesamte marine Ökosystem.

Dr. Fernando Elorriaga-Verplancken, Professor am CICIMAR-IPN in La Paz, erforscht seit 23 Jahren Meeressäuger, insbesondere Robbenartige (Pinnipedia). Sein größter Wunsch wäre es, die zunehmende Tropikalisierung der Umwelt aufzuhalten – ein Prozess, der das Überleben der Seelöwen unmittelbar beeinflusst.
Auswirkungen des Klimawandels
Die Erwärmung der Ozeane führt zu einem Rückgang der marinen Produktivität und damit zu weniger verfügbarer Nahrung für die Seelöwen. Der Auftrieb nährstoffreicher Tiefenwasser wird abgeschwächt, wodurch die gesamte Nahrungskette beeinflusst wird.
Auch die Sardinenfischerei im Golf von Kalifornien unterliegt starken Schwankungen. Die Fangmengen sanken von mehr als 500.000 Tonnen im Jahr 2008 auf nur noch 3.000 Tonnen fünf Jahre später.

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Dieser Artikel, ursprünglich von Henley Spiers für unsere Printausgabe geschrieben, wurde für das Web angepasst.
Fotos: Henley Spiers.




